Integration

Lexware Office MCP: Ihre KI sicher mit Lexware Office verbinden

Stand: 25. Oktober 2026 · Vorlage 3.0.0 · Lesen gegen ein echtes Lexware-Office-Konto erprobt · Kontakte und Rechnungen anlegen sowie Belegdateien hochladen live erprobt

Die kurze Antwort

Ihre KI kann über einen MCP-Server in Lexware Office Belege, Rechnungen und Kontakte lesen, Kontakte und Rechnungen anlegen und Belegdateien hochladen. Sie können den MCP-Server selbst bauen oder JanuaPort nehmen. Dort liegt Lexware Office als fertige Vorlage im Katalog, der API-Schlüssel bleibt im Tresor, und Ihre KI bekommt nur die Werkzeuge, die Sie freigeben.

Warum über JanuaPort (Stufe 1)

Schreiben braucht ein eigenes Recht.

Welche Bereiche der API-Schlüssel abdeckt, legen Sie in Lexware Office fest. In JanuaPort teilen Sie das weiter auf, je Werkzeug und je Zugang: Ein allgemeines Recht für Lexware Office gibt nur das Lesen frei, jedes Schreibwerkzeug geben Sie einzeln frei.

Jeder Aufruf steht im Audit.

Wann, wer, welches Werkzeug, mit welchem Ergebnis. Namen, Adressen, E-Mail-Adressen, USt-IDs und Freitexte Ihrer Kunden bleiben dabei aus dem Protokoll heraus. Sichtbar bleiben Beträge, Mengen, Steuersätze und Daten.

Selbst betrieben, der Schlüssel liegt im Tresor.

JanuaPort läuft bei Ihnen. Der Schlüssel steht in keinem Workflow und keiner Konfiguration.

Felder, die Sie festlegen, etwa Kundennamen oder IBANs, ersetzt JanuaPort vorher durch Kürzel, nach festen Regeln und ohne KI dazwischen. Schreibt die KI ein Kürzel zurück, setzt JanuaPort vor dem Aufruf wieder den Klartext ein. Bei Lexware Office heißt der Kundenname in allen Werkzeugen gleich, Sie legen ihn einmal für die ganze Integration fest.

Lexware Office per MCP anbinden: selbst bauen oder mit JanuaPort

Was Sie brauchen

  • Ein Lexware-Office-Konto und einen API-Schlüssel der Public API. Ihn erzeugen Sie unter app.lexware.de/addons/public-api.
  • Beim Erzeugen wählen Sie, welche Bereiche der Schlüssel abdeckt. Je Benutzer sind mehrere Schlüssel möglich.

Weg 1: einen eigenen MCP-Server bauen

  1. API-Schlüssel erzeugen.
  2. MCP-Server schreiben, der https://api.lexware.io aufruft. Zwei Stolperstellen aus der Praxis: Jede Anfrage braucht den Header Accept: application/json, sonst antworten manche Endpunkte mit 400. Und die Belegliste (/v1/voucherlist) gilt für alle Belegarten, die Detailabfrage nicht: Einkaufsbelege liegen unter /v1/vouchers/{id}, Verkaufsrechnungen unter /v1/invoices/{id}.
  3. Werkzeuge schneiden. Innerhalb der Bereiche des Schlüssels entscheidet Ihr Server, was die KI kann. Lesen und Schreiben gehören getrennt.
  4. Tempo begrenzen, damit die KI nicht an die Grenze von etwa zwei Anfragen pro Sekunde stößt.
  5. Schlüssel so ablegen, dass er weder im Code noch im Workflow noch beim Mitarbeiter liegt.
  6. Betreiben: Server hosten, per TLS erreichbar machen, den Zugang für Claude oder ChatGPT absichern, Updates einspielen.
  7. Protokollieren, wer wann welchen Beleg gelesen, angelegt oder abgelegt hat. Bei Buchhaltungsdaten fragen IT und Steuerberatung danach.

Das ist machbar. Der Aufwand steckt weniger im ersten Aufruf als in den Punkten 3 bis 7, und er fällt bei jedem weiteren System erneut an.

Weg 2: mit JanuaPort

  1. Schlüssel in den Tresor legen: Credentials → neues Credential, Name zum Beispiel lexware. Oder per Kommandozeile:

    printf '%s' '<api-schlüssel>' | jnpt credential set --name lexware

  2. Integration aus der Vorlage anlegen: Integrationen → Neue Integration → ‚Vorlage aus dem Katalog‘ → Lexware Office. Sie wählen Namen, Credential und Werkzeuge.
  3. Verbindung prüfen: in der Integration unter ‚Aktionen & Diagnose‘.
  4. Rechte vergeben. Ein Zugang, also SSO-Nutzer oder Token, sieht zunächst nichts. Sie geben die Lesewerkzeuge frei und jedes Schreibwerkzeug einzeln.
  5. Claude oder ChatGPT verbinden: Adresse https://<ihre-anlage>/mcp, angemeldet per SSO oder mit einem eigenen Token je Nutzer oder Ablauf.

Ab dann steht jeder Aufruf im Audit. Den Accept-Header und das Tempo regelt die Vorlage.

Wer bestätigt das Schreiben?

Die Schreibwerkzeuge sind als solche gekennzeichnet, und Ihr KI-Client kann vor dem Aufruf nachfragen. JanuaPort selbst fragt nicht nach. Die tragende Grenze ist das Recht: Ein Zugang ohne dieses Recht kann das Werkzeug nicht aufrufen.

Andere MCP-Server für Lexware Office

Einen MCP-Server von Lexware selbst gibt es nach unserem Stand vom 25. Oktober 2026 nicht. Auf GitHub gibt es mehrere Community-Projekte, zum Beispiel ‚Lexware-MCP-Server‘ von marselsel (MIT-Lizenz, selbst betreibbar). Sie passen gut, wenn Sie nur Lexware Office anbinden und Rechte, Protokoll und Betrieb selbst lösen möchten. JanuaPort passt, wenn weitere Systeme dazukommen und Sie Rechte und Audit an einer Stelle haben wollen.

Häufige Fragen

Gibt es einen MCP-Server für Lexware Office?

Ja. Lexware selbst bietet nach unserem Stand keinen an, es gibt aber Community-Projekte auf GitHub. JanuaPort bringt Lexware Office als fertige Vorlage im Katalog mit.

Wie verbinde ich Lexware Office sicher mit ChatGPT oder Claude?

Über einen MCP-Server, der den API-Schlüssel verwahrt und nur freigegebene Werkzeuge anbietet. Mit JanuaPort liegt der Schlüssel im Tresor Ihrer eigenen Anlage. Ihre KI meldet sich per SSO oder mit einem Token an, und jeder Aufruf steht im Audit.

Wie kann eine KI in Lexware Office schreiben, ohne alles zu dürfen?

Indem jedes Schreibwerkzeug ein eigenes Recht braucht. In JanuaPort gibt ein allgemeines Recht für Lexware Office nur das Lesen frei. Kontakte anlegen, Rechnungen anlegen und Belegdateien hochladen geben Sie einzeln frei.

Kann eine KI Rechnungen in Lexware Office erstellen?

Ja. Die KI legt über JanuaPort Kontakte an und erstellt Rechnungen in Lexware Office, live erprobt. Die Rechnung wird dabei sofort abgeschlossen, Entwürfe gibt es nicht, und es wird keine Mail verschickt. Rechnungen erstellen braucht ein eigenes Schreibrecht. Ein zweiter Aufruf erzeugt eine zweite Rechnung.

Funktioniert das mit lexoffice?

Ja. lexoffice heißt heute Lexware Office, die Public API ist dieselbe.

Kann die KI in Lexware Office buchen?

Nein. Die Vorlage liest, legt Kontakte und Rechnungen an und legt Belegdateien in der Belegerfassung ab. Gebucht wird weiter in Lexware Office.

Brauche ich für jeden Mitarbeiter einen eigenen Zugang?

Mit SSO meldet sich jeder Mitarbeiter mit seinem Firmenkonto an und bekommt die Rechte seines Teams. Für Abläufe ohne Menschen, etwa in n8n oder einem Skript, gibt es Tokens mit eigenen Rechten. Jede Person, die sich anmeldet, und jeder Token zählen als eine Identity.

Sieht die KI den API-Schlüssel?

Nein. Er liegt im Tresor von JanuaPort und wird erst beim Aufruf der Lexware-API eingesetzt.

Für Agenturen

Sie bauen für Ihre Kunden Abläufe mit Lexware Office? Dann kennen Sie die zwei Hürden: Jedes Projekt baut die Anbindung neu, und am Ende fragen IT, Datenschutz und Betriebsrat, wer was darf und wo die Schlüssel liegen. Mit JanuaPort liegen die Zugangsdaten beim Kunden, Ihr Ablauf bekommt einen Token mit genau den Rechten, die er braucht, und jeder Aufruf steht im Protokoll.

Mehr zu Lexware Office: lexware.de

Kostenlos starten